Girokonten schufen Kneipenkrise

Noch vor weniger als hundert Jahren wurden Löhne einmal am Tag, oder einmal in der Woche, bar ausbezahlt. Mit Einführung des Girokontos ist dieses System gestorben. Jeder Arbeiter ging nach seiner Schicht an der Kasse vorbei, legte seinen Lohnzettel auf den Tresen und bekam das Geld in die Hand. Anschließend traf er sich vor den Toren der Fabrik mit Freunden, Kameraden und Kumpels. Zusammen machte man sich auf den Weg in die Bar. Dafür mussten man auch nicht weit gehen. Vor den Gebäuden der Unternehmen oder in den Straßen der angrenzenden Siedlungen lag eine Kneipe neben der anderen. Denn die Gastronomen hatten schnell bemerkt, wo die Lust zum Trinken besonders groß war: Nach der Arbeit, mit vollem Geldbeutel, und vor der Diskussion mit der Ehefrau.

Die Erfindung des Girokontos führte zuerst zu einem großen Kneipensterben, dann zu friedlichen Ehen, wegen der nüchtern nach Hause kommenden Ehemänner, und schließlich zu einer Besserung der Familiensituation, weil weniger Geld in die Kassen der Kneipen floss. Heute hat jeder sein eigenes Girokonto. Für eine geregelte Arbeit ist es unerlässlich. Nur noch sehr wenige Arbeiter und Angestellte werden bar ausbezahlt. Doch mit dem Girokonto wurde nicht nur die Kontrolle leichter, sondern auch das Sparen. Wer noch keines hat, sollte sich deshalb ein Girokonto eröffnen.

Mit einem Girokonto und den dazugehörigen Auszügen, online oder in Papierform, lässt sich einfach kontrollieren, wann und wieviel Geld ausgegeben wurde, wann eingezahlt wurde und wie die Kostenentwicklung der Krankenkassenbeiträge der letzten Jahre aussah. So lassen sich mit einem Blick Einsparmöglichkeiten erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Damit hat das Girokonto noch lange nicht ausgedient. Anders als das altmodische Sparbuch. Denn viel praktischer und absolut zeitgemäß ist mittlerweile ein Tagesgeld-Konto. Doch bevor man sich für einen der vielen Anbieter entscheidet, sollte man einen Tagesgeld Vergleich machen. Wobei nicht nur auf die Zinsen zu achten ist, sonder auch auf andere Konditionen. Denn wer nicht unbedingt einen persönlichen Berater braucht, kommt meist günstiger weg. Bei einigen Tagesgeldkonten gibt es zudem ein kostenloses Girokonto, was dem Kunden häufig einigen Aufwand erspart.

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